Kriegsbeginn.
Der Kriegsgefangenenfriedhof Königsbrück
Kriegsgefangenenlager Königsbrück im Neuen Lager 1914–1919 · Zeittafel
Telegramm vom Kriegsministerium: Königsbrück soll im Neuen Lager 5.000 Gefangene aufnehmen.
Eintreffen des Wachkommandos, Infanterie-Landsturmbataillon 63 Großenhain.
Im Alten Lager wird das Reservelazarett II eingerichtet.
Ankunft der ersten 1.000 Franzosen; bis zum 30. August sind es 4.700 Mann.
Eintreffen von zusätzlich 1.000 verwundeten Franzosen.
Ankunft von 8.700 Russen, zunächst untergebracht im Geschütz- und Munitionspark.
Mit knapp 15.000 Gefangenen ist die Grenze der Belegungsfähigkeit erreicht.
Alle bisher in Zelten untergebrachten Russen werden in beheizbare Baracken verlegt.
Zusätzlich zum Russenlager (R) und Franzosenlager (F) wird ein „gemischtes“ Lager (G) mit Franzosen und Russen errichtet.
Erstmalige Ausgabe von Lagergeld mit Scheinen zu 10 Nennwerten.
3.000 serbische Soldaten treffen in Königsbrück ein; das Serbenlager wird errichtet.
Weitere 1.000 Serben erreichen die Stadt.
Nach Beendigung der 12. Isonzo-Schlacht kommen 3.000 Italiener nach Königsbrück.
Waffenstillstand; danach Rückführung der ersten Gefangenen, darunter Franzosen, Serben und Italiener.
Verlegung des Königsbrücker Lagers nach Bautzen mit den noch verbliebenen russischen Gefangenen.
Kriegsgefangenenfriedhof Königsbrück 1914–1921 · Zeittafel
Erste Gefangenenbeerdigungen auf dem Königsbrücker Friedhof.
Weihe des neuen Kriegsgefangenenfriedhofes an der Nordostseite des Neuen Lagers und erste Beerdigung.
Weihe des Franzosen-Gedenksteins.
Überführung der 25 auf dem städtischen Friedhof Beerdigten zum Gefangenenfriedhof.
Weihe des Russen-Gedenksteins.
Erweiterung des Friedhofes nach Norden und Anlegen einer Italiener-Abteilung.
Erweiterung nach Norden für Engländer, US-Amerikaner und Belgier.
Erweiterung nach Süden für Serben und Russen.
Weihe des Serben-Denkmals.
Letzte Gefangenenbeerdigung. Insgesamt sind 225 Russen, 182 Italiener, 176 Serben, 132 Franzosen, 7 Briten, 1 Belgier und 1 US-Amerikaner dokumentiert.
Exhumierungen aller Franzosen, Italiener, Briten, US-Amerikaner und Belgier; Rückführung in die Heimatländer, die Italiener auf den Gemeinschaftsfriedhof in Breslau.
Beerdigungen von Gefangenen und Internierten, etwa 300 Gräber: Franzosen, Sowjetbürger, Italiener, Belgier, Briten, Polen und Jugoslawen.
Übergabe des Friedhofes durch die sowjetische Kommandantur an die Stadt Königsbrück.
Umgestaltung zum „Ehrenhain“; Entfernung der Holzkreuze und Einebnung aller Grabhügel.
Aufarbeitung der Anlage.
Feierliche Wiedereinweihung des Serben-Denkmals.
Rekonstruktion und Wiederherstellung des Kriegsgefangenenfriedhofes.
Historische Abbildungen.